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Lektion 1.Jesus gewinnt – Satan verliert
Triumph in Christus: Der Sieg über die Mächte der Finsternis
Die erste Lektion konfrontiert uns mit einem fundamentalen Konzept des christlichen Glaubens: dem Großen Kampf zwischen Gut und Böse. Diese Lehre, die in der Bibel, insbesondere in der Offenbarung, verwurzelt ist, ist nicht nur eine abstrakte Theorie, sondern eine Realität, die unser tägliches Leben und unseren Glauben beeinflusst.
In dieser Lektion werden wir uns mit verschiedenen Aspekten des Großen Kampfes befassen, angefangen von seiner Ursprungsgeschichte im Himmel bis hin zu seiner Auswirkung auf die Endzeitgemeinde. Wir werden verstehen, wie Satan, der rebellische Engel, weiterhin versucht, die Kontrolle über das Universum zu erlangen, und wie er besonders das Volk Gottes angreift.
Durch die Betrachtung der Merkmale von Gottes Überrest, seiner treuen Gemeinde in der Endzeit, werden wir erkennen, dass auch wir Teil dieses Großen Kampfes sind. Unser tägliches Leben ist geprägt von Entscheidungen und Herausforderungen, die zeigen, auf wessen Seite wir stehen und wie fest unser Glaube ist.
Diese Einführung zur Lektion 1 wird uns dazu ermutigen, den Großen Kampf nicht nur als eine theologische Lehre zu betrachten, sondern als eine Realität, die sich in unserem Alltag manifestiert. Wir werden herausgefordert sein, unseren Glauben im täglichen Leben zu leben, standhaft zu bleiben und uns auf Gottes Kraft und Führung zu verlassen, um siegreich hervorzugehen.

1.1 Der Kampf im Himmel
Die Wahl: Zwischen Liebe und Selbstsucht
Der Kampf im Himmel in Offenbarung 12 ist eine eindrucksvolle Darstellung des ewigen Konflikts zwischen Gut und Böse, der seinen Ursprung im Himmel hatte und auf der Erde weitergeführt wird. Diese dramatischen Episoden führen uns durch die Zeit, beginnend mit Satans Rebellion im Himmel bis hin zu seinen Angriffen auf Gottes Volk in der Endzeit.
Lies Offenbarung 12,7–9, wo dieser kosmische Kampf zwischen Gut und Böse beschrieben wird. Wie konnte so etwas im Himmel überhaupt geschehen? Was sagen diese Verse über die Realität des freien Willens, der Entscheidungsfreiheit?
Der in Offenbarung 12,7–9 beschriebene kosmische Kampf zwischen Gut und Böse wirft eine zentrale Frage auf: Wie konnte ein solcher Konflikt überhaupt im Himmel entstehen, einem Ort der vollkommenen Reinheit und Harmonie? Die Antwort liegt in einem der tiefsten und zugleich wunderbarsten Prinzipien des Universums – der Entscheidungsfreiheit.
  1. Entscheidungsfreiheit: Ein göttliches Prinzip
Gott schuf weder Engel noch Menschen als Roboter. Als Geschöpfe, die im Ebenbild Gottes geschaffen wurden, besitzen wir alle die Fähigkeit zu denken, zu wählen und zu lieben. Entscheidungsfreiheit ist essenziell, denn wahre Liebe ist ohne die Möglichkeit, sich anders zu entscheiden, unmöglich. Erzwungene Liebe wäre ein Widerspruch in sich.
Im Himmel stand jeder Engel – Luzifer eingeschlossen – vor der Entscheidung: Werde ich Gottes Liebe erwidern oder mich dem Stolz und der Selbstsucht hingeben? Luzifer, getrieben von seinem Verlangen nach Selbstherrlichkeit, entschied sich gegen Gott. Diese Entscheidung löste den Kampf aus – nicht etwa, weil Gott ihn wollte, sondern weil Er den freien Willen respektiert.
  1. Kein Platz für Neutralität im großen Kampf
Der große Kampf zwischen Gut und Böse kennt keine Neutralität. Jesus sagte deutlich: „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“ (Lukas 11,23). Genau wie die Engel im Himmel zwischen Gott und Luzifer wählen mussten, steht auch die Menschheit vor einer Entscheidung: Wem schenken wir unsere Treue und Anbetung?
Die Offenbarung verdeutlicht, dass jeder Mensch am Ende der Zeit vor einer endgültigen Wahl stehen wird – eine Entscheidung mit ewigen Konsequenzen. Diese Wahl ist nicht nur eine theologische Theorie, sondern betrifft jeden Einzelnen ganz praktisch: Folge ich meinen eigenen Wegen, oder vertraue ich Christus?
  1. Die herrliche Hoffnung: Wir wählen die Seite des Siegers
Hier liegt die ermutigende Botschaft der Offenbarung: Der Kampf ist zwar real, aber Christus hat bereits gesiegt! Sein Tod und seine Auferstehung besiegelten Luzifers Niederlage. Wir müssen nicht aus eigener Kraft kämpfen. Unsere Aufgabe ist es lediglich, uns mit unserem freien Willen auf Jesu Seite zu stellen.
Wie erstaunlich ist es, in einem Krieg für die Seite wählen zu können, von der man im Voraus weiß, dass sie gewinnt! Offenbarung 12 zeigt nicht nur den Konflikt, sondern den Triumph Christi. Seine Liebe lädt uns ein, freiwillig auf die Seite des Lebens und des Friedens zu treten.
Schlussgedanke:
Gott schätzt unsere Entscheidungsfreiheit so sehr, dass Er sogar das Risiko einging, abgelehnt zu werden. Doch Er gab auch die Lösung: In Christus offenbart sich die unendliche Liebe Gottes, die uns zur Umkehr ruft. Die Wahl liegt bei uns. Und wenn wir Christus wählen, stehen wir nicht nur auf der Seite des Siegers – wir treten in eine Beziehung der Liebe und des Lebens ein, die ewig hält.

Denke darüber nach, wie heilig der freie Wille und die freie Entscheidung für Jesus sein müssen, der – obwohl er wusste, dass es ihn ans Kreuz führen würde (siehe 2 Tim 1,9) – uns trotzdem einen freien Willen gab. Was sollte uns das darüber sagen, wie sorgfältig wir mit diesem heiligen, teuren Geschenk umgehen sollten?
Wenn wir darüber nachdenken, wie heilig und kostbar der freie Wille in den Augen Jesu ist, werden wir mit einer überwältigenden Wahrheit konfrontiert: Jesus wusste im Voraus, dass die Gabe des freien Willens Ihn ans Kreuz führen würde (vgl. 2. Timotheus 1,9). Trotz dieser schmerzhaften Konsequenzen entschied Er sich dennoch, uns diese Freiheit zu gewähren. Warum? Weil echte Liebe, echte Hingabe und echter Glaube nur dort existieren können, wo es Freiheit gibt zu wählen.
  1. Der freie Wille als Ausdruck göttlicher Liebe
Gott zwang niemanden – weder die Engel im Himmel noch die Menschen auf Erden – Ihn zu lieben oder Ihm zu folgen. Liebe, die erzwungen wird, ist keine Liebe. Liebe lebt von der Freiwilligkeit, von einer bewussten Entscheidung des Herzens. Deshalb gab uns Gott den freien Willen – selbst wenn es bedeutete, dass viele Ihn ablehnen würden.
➡️ Denke daran:
    • Jesus hat gewusst, dass viele Menschen den freien Willen missbrauchen würden.
    • Er wusste, dass dieser Missbrauch zu Schmerz, Leid und sogar zu Seinem eigenen Tod führen würde.
    • Trotzdem entschied Er sich aus Liebe zu uns, uns diese Freiheit zu lassen.
Wie tief muss diese Liebe sein, wenn Er bereit war, den höchsten Preis zu zahlen, nur damit wir die Möglichkeit haben, uns freiwillig für Ihn zu entscheiden?

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  1. Die Verantwortung, die mit dieser Freiheit einhergeht
Der freie Wille ist kein belangloses Geschenk. Er ist heilig und teuer erkauft. Jeder von uns hat täglich die Wahl, wie er dieses Geschenk einsetzt:
    • Wähle ich das, was Gott ehrt, oder folge ich meinen eigenen Wegen?
    • Setze ich meine Freiheit ein, um zu lieben, zu vergeben und Gutes zu tun, oder um mich selbst an die erste Stelle zu setzen?
    • Höre ich auf Gottes leise Stimme oder auf die lauten Verlockungen der Welt?
➡️ Wichtig zu erkennen: Mit großer Freiheit kommt auch große Verantwortung. Wenn Jesus bereit war, für unsere Entscheidungsfreiheit zu sterben, sollten wir nicht achtsam und ehrfürchtig mit dieser Gabe umgehen?

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  1. Wie sollen wir mit diesem heiligen Geschenk umgehen?
    1. Mit Dankbarkeit:
      • Jeden Tag, an dem wir Entscheidungen treffen können, ist ein Geschenk.
      • Danken wir Gott dafür, dass wir die Freiheit haben, Ihn zu wählen und Ihm zu dienen.
    2. Mit Achtsamkeit:
      • Unsere Entscheidungen haben Konsequenzen – für uns selbst und für andere.
      • Wählen wir daher mit Bedacht und im Gebet, nicht aus Impuls oder Bequemlichkeit.
    3. Mit Liebe und Hingabe:
      • Der beste Gebrauch des freien Willens ist, ihn Gott zurückzugeben und Ihm zu vertrauen.
      • Wenn wir Jesus aus freiem Herzen folgen, ehren wir das Opfer, das Er für uns gebracht hat.
    4. Mit Verantwortung gegenüber anderen:
      • Unsere Freiheit sollte niemals dazu benutzt werden, anderen zu schaden oder sie in die Irre zu führen.
      • Im Gegenteil: Wir sind aufgerufen, unsere Freiheit zum Wohl anderer einzusetzen (Galater 5,13).
Schlussgedanke:
Der freie Wille ist ein Geschenk, das das Blut Jesu gekostet hat. Er hätte uns als Roboter erschaffen können – unfähig zu sündigen, aber auch unfähig zu lieben. Stattdessen gab Er uns die Fähigkeit zu wählen, weil Er sich nach einer echten, freiwilligen Beziehung mit uns sehnt.
➡️ Wie sollten wir darauf reagieren?
Indem wir unser Leben bewusst in Seine Hände legen, Ihm vertrauen und uns jeden Tag neu entscheiden, Seinen Weg zu gehen – nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe und Dankbarkeit.
Der kosmische Kampf zwischen Gut und Böse, wie er in Offenbarung 12 beschrieben wird, mag wie ein entferntes himmlisches Ereignis erscheinen. Doch die Wahrheit ist: Dieser Kampf ist heute noch genauso real – in unserem Alltag, in unseren Entscheidungen und in unserem Glauben. Jeder Mensch steht täglich vor der gleichen Wahl, vor der die Engel im Himmel standen: Folge ich Gott aus Liebe, oder lasse ich mich von Selbstsucht leiten?

1. Der freie Wille im Alltag: Deine Entscheidungen zählen
Jeden Tag triffst du Entscheidungen – oft unbewusst, manchmal ganz bewusst:
  • Vergibst du jemandem, der dich verletzt hat? Oder hältst du an deinem Groll fest?
  • Verbringst du Zeit mit Gott im Gebet und in Seinem Wort? Oder lenkst du dich lieber ab?
  • Hilfst du jemandem in Not? Oder gehst du achtlos vorüber?
➡️ Jede Entscheidung ist ein Ausdruck deines freien Willens. Sie zeigt, wem du letztlich deine Treue schenkst – Gott oder deinem eigenen Ego.
🔑 Praktische Anwendung: Bevor du handelst, frage dich: „Ehrt diese Entscheidung Gott? Bringt sie Liebe, Frieden und Hoffnung, oder fördert sie Selbstsucht und Spaltung?“

2. Kein neutraler Boden: Deine Entscheidung ist gefragt
Jesus machte es deutlich: „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“ (Lukas 11,23). Auch im Alltag gibt es keine „neutralen“ Entscheidungen. Indem wir nicht aktiv für Gott wählen, laufen wir Gefahr, unbewusst die andere Seite zu unterstützen.
💡 Alltagsbeispiele:
  • Schweigst du, wenn andere schlecht über jemanden reden? Dein Schweigen kann Zustimmung signalisieren.
  • Ignorierst du Gelegenheiten, Gutes zu tun? Passivität kann ebenso verletzen wie aktive Bosheit.
  • Verbringst du deine Zeit lieber mit weltlichen Vergnügungen als mit Gott? Das formt dein Herz – weg von Ihm.
➡️ Die Offenbarung fordert uns heraus, Stellung zu beziehen. In kleinen wie in großen Dingen zählt jede Entscheidung.

3. Hoffnung im Kampf: Du kannst die Seite des Siegers wählen
💥 Die gute Nachricht: Der Kampf mag hart sein, aber Christus hat bereits gesiegt! Du musst nicht aus eigener Kraft kämpfen. Wenn du Jesus wählst, stellst du dich auf die Seite des Siegers.
🙌 Stell dir vor: Du stehst in einer Schlacht, aber das Ergebnis steht schon fest – Gottes Seite gewinnt. Warum zögern? Wähle die Seite des Lebens, des Friedens und der Hoffnung!
➡️ Im Alltag bedeutet das:
  • Vertraue Gott, auch wenn der Weg schwer ist. Du kämpfst nicht allein.
  • Erinnere dich in Versuchungen daran: „Ich stehe auf der Seite Jesu – ich muss dieser Versuchung nicht nachgeben.“
  • Halte fest an Seinem Versprechen: „Ich bin bei euch alle Tage“ (Matthäus 28,20).

4. Der freie Wille – Ein Geschenk, das Verantwortung mit sich bringt
Jesus gab dir die Freiheit zu wählen, obwohl Er wusste, dass es Ihn ans Kreuz kosten würde (2. Timotheus 1,9). Wie sollten wir mit einem so heiligen und kostbaren Geschenk umgehen?
🔑 So kannst du deinen freien Willen im Alltag ehren:
Dankbarkeit: Beginne den Tag mit einem Gebet: „Herr, danke, dass ich heute frei wählen darf. Hilf mir, dich in meinen Entscheidungen zu ehren.“
Achtsamkeit: Bevor du sprichst oder handelst, halte einen Moment inne. „Ist das, was ich tue, in Liebe und Wahrheit?“
Verantwortung: Nutze deine Freiheit, um Gutes zu tun – auch wenn es Mühe kostet.
Liebe und Hingabe: Gib deinen freien Willen zurück an Gott: „Herr, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“ (Lukas 22,42).

5. Was bedeutet das praktisch für deinen Glauben?
🛡️ Im Kampf des Alltags:
  • Stehst du morgens vor der Wahl: Zeit mit Gott oder Social Media? Wähle bewusst Gott.
  • Wird jemand gemobbt? Setze dich ein – auch wenn es unbequem ist.
  • Wirst du versucht, schlecht über jemanden zu reden? Wähle Stille oder Worte der Ermutigung.
🙏 Im Gebet: Bitte täglich um Weisheit, richtige Entscheidungen zu treffen.
💖 Im Umgang mit anderen: Nutze deine Freiheit nicht, um zu verletzen, sondern um zu heilen, zu lieben und zu vergeben.

Schlussgedanke:
Der Kampf zwischen Gut und Böse tobt nicht nur im Himmel – er tobt in deinem Herzen, in deinem Alltag, in deinen Entscheidungen.
➡️ Doch du bist nicht machtlos. Du hast einen freien Willen – ein heiliges, teuer erkauftes Geschenk.
🤍 Wähle Jesus. Wähle Liebe. Wähle Leben. Und sei gewiss: Auf Seiner Seite bist du bereits auf der Seite des Siegers.
„Heute will ich wählen, was Gott ehrt. Heute will ich lieben, vergeben und vertrauen. Heute stelle ich mich auf die Seite Jesu – mit ganzem Herzen.“