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2.4 Zum Lob seiner Herrlichkeit leben
Epheser 1,11–12 hebt die tiefe Bedeutung der Identität der Gläubigen als Erben in Christus hervor. Paulus setzt sich dafür ein, das klare Verständnis der Gläubigen in Ephesus für ihre christliche Identität zu festigen, die in Gottes Ratschluss und Willen verwurzelt ist.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Gläubigen nicht das Ergebnis zufälliger oder willkürlicher Entscheidungen sind, sondern Kinder Gottes, durch Christus zu Erben eingesetzt. In einer Zeit, in der die Gläubigen offenbar ihren Mut verloren hatten, erinnert Paulus sie daran, dass ihre Identität in der festen Absicht Gottes begründet ist. Ihr Leben und ihre Erwählung sind das Ergebnis von Gottes Ratschluss und Willen, der auf einem tiefen, ewigen Plan basiert.
Die Betonung der vorherbestimmten Erbschaft zeigt auf die Sicherheit und Gewissheit hin, die Gläubige in ihrer Beziehung zu Gott haben können. Ihre Hoffnung ruht auf Christus, und durch ihn haben sie Zugang zu den reichen Segnungen Gottes. Es ist Gottes Absicht, dass ihr Leben zum Lob seiner Herrlichkeit dient.
Paulus ermutigt die Gläubigen, ein unerschütterliches Vertrauen in ihre Stellung vor Gott zu haben. Ihre Identität als Kinder Gottes und Erben in Christus sollte ihre Perspektive prägen und ihr Leben in Übereinstimmung mit Gottes Plan lenken. Der umfassende Plan Gottes, alles in Christus zu vereinen, wird in ihrer individuellen Erwählung und Position reflektiert.
Insgesamt verkündet Epheser 1,11–12 die Botschaft von Gottes Absicht, Ratschluss und Willen für die Gläubigen. Es ist eine Aufforderung, in der Sicherheit ihrer Erbschaft zu leben und durch ihr Leben das Lob der Herrlichkeit Gottes widerzuspiegeln. Das Lob und der Dank für den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus werden in ihrer festen Verbindung mit Christus und ihrer göttlichen Erwählung ausgedrückt.

Vergleiche die Verwendung des Begriffs „Erbe“ in Epheser 1,11.14.18. Warum ist dieser Gedanke für Paulus deiner Meinung nach wichtig?

Die Verwendung des Begriffs „Erbe“ in Epheser 1,11, 14 und 18 nimmt eine zentrale Rolle in Paulus‘ theologischer Perspektive ein. Diese Verwendung unterstreicht nicht nur die wertvolle Position der Gläubigen in ihrer Beziehung zu Gott, sondern betont auch die reichen Segnungen und Vorrechte, die ihnen durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zuteilwerden.
In Epheser 1,11 spricht Paulus davon, dass die Gläubigen zu Erben eingesetzt wurden, was auf eine tiefe und persönliche Beziehung zu Gott hinweist. Dieser Gedanke wird weiter in Epheser 1,14 ausgedrückt, wo es heißt, dass die Gläubigen ein Erbe von Gott empfangen haben. Diese Erbschaft ist nicht einfach materieller oder zeitlicher Natur, sondern bezieht sich auf die spirituellen Segnungen und die Gemeinschaft mit Gott selbst.
Epheser 1,18 vertieft diese Vorstellung, wenn Paulus für die Gläubigen betet, dass ihre Augen erleuchtet werden mögen, um die Hoffnung ihrer Berufung und den Reichtum der Herrlichkeit ihres Erbes in den Heiligen zu verstehen. Hier wird die Bedeutung des Begriffs „Erbe“ auf eine noch tiefere Ebene gebracht, da es nicht nur um den Besitz von Segnungen geht, sondern auch um die Anerkennung ihrer eigenen Position als Gottes Erbe.
Für Paulus ist dieser Gedanke entscheidend, da er darauf abzielt, die Gläubigen in ihrem Selbstverständnis zu festigen. Indem er betont, dass sie nicht nur ein Erbe von Gott empfangen haben, sondern selbst Gottes Erbe sind, möchte er ihre Wertschätzung für ihre christliche Identität stärken. Diese Erbschaft ist das Ergebnis von Gottes Ratschluss und Willen, der auf einem tiefen, ewigen Plan beruht.
Die Verbindung des Begriffs „Erbe“ mit dem Tod Jesu Christi unterstreicht die kostspielige Natur dieser Erbschaft. Durch Christus sind die Gläubigen nicht nur Empfänger göttlicher Segnungen, sondern sie sind in ihrer Gotteskindschaft und Erbschaft durch seinen Opfertod und seine Auferstehung unauflöslich mit Gott verbunden.
Insgesamt betont Paulus durch die Verwendung des Begriffs „Erbe“ die Tiefe der Beziehung der Gläubigen zu Gott und möchte ihre Wertschätzung für die herrliche Realität ihrer Identität als Gottes Erbe stärken.

Was ist der Unterschied zwischen sich bemühen etwas zu bekommen und es stattdessen erben? Wie hilft uns dieser Gedanke zu verstehen, was uns in Jesus gegeben wurde?

Der Unterschied zwischen sich bemühen, etwas zu bekommen, und es zu erben, liegt in der Art und Weise, wie man den Besitz oder die Vorrechte erhält:
  1. Sich bemühen, etwas zu bekommen:
    • Dies bezieht sich auf den Einsatz von Anstrengungen, Bemühungen oder Werken, um einen Besitz, eine Position oder Vorrechte zu erlangen.
    • Es kann auf persönliche Leistungen, Verdienste oder harte Arbeit hindeuten, um etwas zu verdienen oder zu erreichen.
  2. Erbenschaft:
    • Das Erben ist das Empfangen von Besitz, Positionen oder Vorrechten als Ergebnis einer bestehenden Beziehung, normalerweise als Nachkommen oder rechtmäßige Erben.
    • Das Erben basiert nicht auf persönlichen Anstrengungen oder Verdiensten, sondern auf einer vorher bestehenden Verbindung oder Beziehung.
In Bezug auf das, was uns in Jesus gegeben wurde, betont die Verwendung des Begriffs „Erbe“ in der christlichen Theologie die Idee, dass die Gläubigen nicht durch eigene Anstrengungen oder Werke die göttlichen Segnungen verdienen, sondern dass sie diese Segnungen aufgrund ihrer Beziehung zu Christus erben.
Im Kontext von Epheser 1 wird betont, dass die Gläubigen nicht nur etwas von Gott erhalten, sondern dass sie in Christus zu Erben eingesetzt wurden. Dies hebt hervor, dass die Segnungen der Erlösung nicht das Ergebnis menschlicher Bemühungen oder Leistungen sind, sondern ein Geschenk Gottes aufgrund der Verbindung mit Christus.
Der Gedanke des Erbens in Jesus verdeutlicht:
  • Unverdiente Gnade: Die Segnungen, die wir in Jesus haben, sind nicht das Ergebnis unserer eigenen Leistungen, sondern ein Ausdruck der unverdienten Gnade Gottes.
  • Beziehung zu Christus: Die Erbschaft basiert auf unserer Beziehung zu Christus, nicht auf unseren Werken. Durch den Glauben an Jesus werden wir in seine Familie aufgenommen und erben die Vorrechte, die mit dieser Beziehung verbunden sind.
  • Sicherheit und Gewissheit: Da Erbschaft auf einer festen Beziehung basiert, gibt es eine Sicherheit und Gewissheit in dem, was uns in Jesus gegeben wurde. Es ist nicht von wechselnden Umständen oder eigenen Leistungen abhängig.
Der Gedanke des Erbens in Jesus ermutigt dazu, die dankbare Annahme göttlicher Segnungen zu betonen, die auf einer festen Beziehung zu Christus basieren, und nicht auf eigene Anstrengungen oder Leistungen zu vertrauen.