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5.2 An der Schwelle des Todes
Lies Psalm 41,2–5; 88,4–13 und 102,3–5.11.23–24. Welche Erlebnisse beschreiben diese Verse? Inwiefern kannst du das, was hier gesagt wird, nachvollziehen?
Die zitierten Verse aus Psalm 41,2–5; 88,4–13 und 102,3–5.11.23–24 geben Einblick in die tiefen Erfahrungen von Leid, Krankheit und dem möglichen nahen Tod, denen die Psalmisten gegenüberstehen. Hier sind einige Schlüsselerlebnisse, die in diesen Versen beschrieben werden, und wie man sie nachvollziehen kann:
Psalm 41,2–5:
  • Der Psalmist beschreibt seine körperliche Schwäche und Krankheit.
  • Er fühlt sich von Freunden im Stich gelassen und leidet unter dem Verrat.
Psalm 88,4–13:
  • Der Psalmist befindet sich an der Schwelle des Todes.
  • Er fühlt sich von Gott verlassen, klagt über sein Leiden und erkennt an, dass er sich in tiefster Dunkelheit befindet.
  • Trotzdem ist die Klage selbst ein Akt des Glaubens, und der Psalmist hält an Gott fest, erinnert sich an Gottes Wunder, Güte und Treue.
Psalm 102,3–5.11.23–24:
  • Der Psalmist beschreibt seine körperliche Schwäche und sein Elend.
  • Er fühlt sich wie ein Vogel in der Wüste und wie eine Eule in den Ruinen.
  • Die Tage des Leidens führen ihn an die Schwelle des Todes.
  • Dennoch erinnert er sich an Gottes Souveränität und bittet um Gnade und Erbarmen.
Nachvollziehbarkeit:
  • Jeder Mensch kann sich auf unterschiedliche Weise mit den beschriebenen Erfahrungen identifizieren, sei es durch persönliche Krankheit, Leid, Betrug oder das Gefühl der Verlassenheit.
  • Die Psalmen verdeutlichen, dass Gläubige nicht vor den Herausforderungen des Lebens verschont bleiben, sondern dass sie in ihren Nöten zu Gott kommen können.
Theologischer Aspekt:
  • Einige Psalmen weisen darauf hin, dass Krankheit und Leid als Konsequenzen von Sünde betrachtet werden können, während andere, wie Psalm 88, das unschuldige Leiden betonen.
  • Die Gewissheit von Gottes Souveränität gibt Hoffnung, auch wenn das Verständnis für das Warum des Leidens begrenzt ist.
Bezug zu Christus:
  • Die Betrachtung von Psalm 88 im Licht des Leidens Christi betont die tiefe Liebe Gottes, die Jesus dazu bewegte, die Schwelle des Todes zu überschreiten, um die Menschheit zu erlösen.
Zusammenfassend zeigen diese Psalmen, dass der Umgang mit Leid und Krankheit eine tiefgreifende geistliche Reise ist, bei der die Gläubigen sowohl ihre Schwächen als auch die unerschütterliche Hoffnung auf Gottes Souveränität erkennen können. Es betont auch die Bedeutung des Glaubensakts, selbst in den dunkelsten Zeiten an Gott festzuhalten und sich an seine Güte und Treue zu erinnern.
Denke über Jesus am Kreuz und das, was er wegen der Sünde erlitten hat, nach. Wie sollte uns diese Tatsache, dass Gott in Christus sogar noch schlimmer gelitten hat als jeder von uns, helfen, auch in Zeiten des Leidens und der Prüfung am Glauben festzuhalten?
Die Betrachtung von Jesus am Kreuz und dem, was er wegen der Sünde erlitten hat, bietet eine tiefgreifende Perspektive, die uns helfen kann, auch in Zeiten des Leidens und der Prüfung am Glauben festzuhalten. Hier sind einige Überlegungen dazu:
  1. Mitgefühl und Identifikation:
    • Jesus hat nicht nur unser Leiden beobachtet, sondern er hat es selbst am eigenen Leib erfahren. Sein Leiden war intensiver und tiefgehender als alles, was wir je erleben könnten.
    • In unseren Leiden können wir darauf vertrauen, dass Jesus unser Mitgefühl versteht und sich mit unseren Schwächen identifizieren kann.
  1. Liebe und Opfer:
    • Das Leiden Jesu war ein Akt der bedingungslosen Liebe und des freiwilligen Opfers für die Erlösung der Menschheit.
    • Diese Liebe und dieses Opfer sollten uns ermutigen, selbst in Zeiten des Leidens Liebe auszustrahlen und bereit zu sein, uns für das Wohl anderer einzusetzen.
  1. Hoffnung und Erlösung:
    • Durch sein Leiden hat Jesus die Tür zur Hoffnung und Erlösung geöffnet. Sein Opfer ermöglicht uns, Vergebung und ewiges Leben zu erfahren.
    • Inmitten unseres Leidens können wir auf die Hoffnung der Erlösung durch Christus blicken und wissen, dass unsere gegenwärtigen Leiden nicht das letzte Wort haben.
  1. Gottes Souveränität und Zweck:
    • Jesus‘ Leiden war Teil des göttlichen Plans zur Erlösung der Menschheit. Es war nicht sinnlos, sondern hatte einen tiefen, göttlichen Zweck.
    • Auch in unserem Leiden können wir darauf vertrauen, dass Gott Souveränität über alle Dinge hat und selbst aus den schwierigsten Umständen einen höheren Zweck hervorbringen kann.
  1. Vertrauen in Gottes Liebe:
    • Jesus am Kreuz ist das ultimative Zeichen von Gottes Liebe zu uns. Selbst im größten Leiden hat Gott uns nicht verlassen.
    • In unseren Leiden können wir auf die unveränderliche Liebe Gottes vertrauen und darauf bauen, dass er bei uns ist, selbst wenn es uns nicht immer bewusst ist.
  1. Bewältigung des Leidens:
    • Jesus hat gezeigt, dass das Leiden nicht das Ende ist. Sein Tod wurde von der Auferstehung gefolgt, die einen Sieg über den Tod und das Leiden darstellt.
    • In unseren eigenen Leiden können wir auf die Hoffnung der Auferstehung blicken und darauf vertrauen, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit wirksam ist.
Insgesamt gibt uns die Betrachtung von Jesus am Kreuz die Gewissheit, dass selbst in den tiefsten Tiefen des Leidens und der Prüfung Gott mit uns ist. Es ermutigt uns, unseren Glauben nicht aufzugeben, sondern darauf zu vertrauen, dass Gottes Liebe, Hoffnung und Erlösung in jeder Situation überlegen sind.

Die Verbindung zwischen dem Leiden Jesu am Kreuz und unserem eigenen Leiden sowie unserem Glauben ist von grundlegender Bedeutung und bietet uns wertvolle Einsichten und Trost:
  1. Mitgefühl und Identifikation: Jesus hat nicht nur unser Leiden beobachtet, sondern es auch selbst erlebt. Sein Leiden war tiefer und intensiver als alles, was wir je erfahren könnten. In unseren eigenen Leiden können wir darauf vertrauen, dass Jesus unser Mitgefühl versteht und sich mit unseren Schwächen identifizieren kann.
  2. Liebe und Opfer: Das Leiden Jesu war ein Akt der bedingungslosen Liebe und des freiwilligen Opfers für die Erlösung der Menschheit. Diese Liebe und dieses Opfer sollten uns ermutigen, selbst in Zeiten des Leidens Liebe auszustrahlen und bereit zu sein, uns für das Wohl anderer einzusetzen.
  3. Hoffnung und Erlösung: Durch sein Leiden hat Jesus die Tür zur Hoffnung und Erlösung geöffnet. Sein Opfer ermöglicht uns Vergebung und ewiges Leben. Inmitten unseres eigenen Leidens können wir auf die Hoffnung der Erlösung durch Christus blicken und wissen, dass unsere gegenwärtigen Leiden nicht das letzte Wort haben.
  4. Gottes Souveränität und Zweck: Jesus‘ Leiden war Teil des göttlichen Plans zur Erlösung der Menschheit. Auch in unserem Leiden können wir darauf vertrauen, dass Gott Souveränität über alle Dinge hat und sogar aus den schwierigsten Umständen einen höheren Zweck hervorbringen kann.
  5. Vertrauen in Gottes Liebe: Selbst im größten Leiden hat uns Gott nicht verlassen. In unseren eigenen Leiden können wir auf die unveränderliche Liebe Gottes vertrauen und darauf bauen, dass er bei uns ist, selbst wenn es uns nicht immer bewusst ist.
  6. Bewältigung des Leidens: Jesus hat gezeigt, dass das Leiden nicht das Ende ist. Sein Tod wurde von der Auferstehung gefolgt, die einen Sieg über den Tod und das Leiden darstellt. In unseren eigenen Leiden können wir auf die Hoffnung der Auferstehung blicken und darauf vertrauen, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit wirksam ist.
Insgesamt gibt uns die Betrachtung von Jesus am Kreuz die Gewissheit, dass selbst in den tiefsten Tiefen des Leidens und der Prüfung Gott mit uns ist. Es ermutigt uns, unseren Glauben nicht aufzugeben, sondern darauf zu vertrauen, dass Gottes Liebe, Hoffnung und Erlösung in jeder Situation überlegen sind.