0 5 Minuten 1 Monat

4.5 Hilfe aus dem Heiligtum
Lies Psalm 3,5; 14,7; 20,2–4; 27,5; 36,9; 61,5 und 68,6.36. Woher kommt in diesen Versen Hilfe?
Psalm 3,5:
5 Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, so erhört er mich von seinem heiligen Berge. SELA.
Psalm 14,7:
7 Ach dass die Hilfe aus Zion über Israel käme und der HERR sein gefangenes Volk erlöste! So würde Jakob fröhlich sein und Israel sich freuen.
Psalm 20,2-4
2 Der HERR erhöre dich in der Not, der Name des Gottes Jakobs schütze dich! 
3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und stärke dich aus Zion! 
4 Er gedenke all deiner Speisopfer, und dein Brandopfer sei ihm angenehm! SELA.
Psalm 27,5:
5 Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen.
Psalm 36,9:
9 Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Psalm 61,5:
5 Laß mich wohnen in deinem Zelte ewiglich und Zuflucht haben unter deinen Fittichen. SELA.
Psalm 68,6:
6 Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung,

Lutherbibel 1912
Die genannten Verse betonen die Hilfe und Zuflucht, die aus dem Heiligtum kommt. Hier sind einige Gedanken zu den einzelnen Versen:
  1. Psalm 3,5:
    • In diesem Vers drückt der Psalmist sein Vertrauen in die Hilfe Gottes aus, die ihn auch im Schlaf bewahrt. Das Heiligtum ist ein Ort, an dem Gottes Schutz erfahren wird.
  2. Psalm 14,7:
    • Hier wird Zion als Ort der Hilfe und Erlösung dargestellt. Die Befreiung kommt von Gott, der im Heiligtum wohnt.
  3. Psalm 20,2–4:
    • Diese Worte des Segens beziehen sich darauf, dass die Hilfe Gottes aus dem Heiligtum kommt. Die Bitte wird vom Heiligtum aus gehört, und Gott gibt Antwort.
  4. Psalm 27,5:
    • Die Vorstellung von Gott als Zuflucht im Heiligtum wird hier bildhaft dargestellt. Es ist ein Ort, an dem Schutz und Sicherheit gefunden werden.
  5. Psalm 36,9:
    • Das Heiligtum wird als Ort der lebendigen Quelle und des Lichts dargestellt. In Gottes Gegenwart im Heiligtum finden die Gläubigen wahres Leben und Erkenntnis.
  6. Psalm 61,5:
    • Der Psalmist sehnt sich danach, im Heiligtum Gottes Zuflucht zu finden. Das Bild der Flügel Gottes symbolisiert Schutz und Fürsorge.
  7. Psalm 68,6.36:
    • Diese Verse betonen, dass Gott im Heiligtum den Bedürftigen, Gefangenen und Einsamen Zuflucht und Hilfe gewährt.
In Hebräer 4,15–16 wird darauf hingewiesen, dass wir einen Hohenpriester haben (Jesus Christus), der versucht wurde wie wir, jedoch ohne Sünde. Der Bezug zum Thron der Gnade als Ort der Hilfe und Barmherzigkeit zeigt Parallelen zu der Vorstellung, dass Hilfe aus dem Heiligtum kommt. Das Heiligtum repräsentiert die Gnade Gottes, durch die wir Befreiung und Erlösung erfahren können.

Die Verbindung zwischen diesen Psalmen und unserem Alltagsleben liegt in der Möglichkeit, Hilfe und Zuflucht von Gott zu erhalten, die in den Versen als aus dem Heiligtum kommend dargestellt wird. Hier sind einige Wege, wie diese Verbindung in unserem Alltag relevant sein könnte:
  1. Vertrauen und Hoffnung: Die Psalmen ermutigen uns, unser Vertrauen auf Gott zu setzen und darauf zu hoffen, dass er uns in unseren Schwierigkeiten beisteht. In unserem Alltag können wir uns an diese Verheißungen erinnern, wenn wir mit Herausforderungen konfrontiert sind, und darauf vertrauen, dass Gott uns hilft.
  2. Gebet: Die Psalmen zeigen, dass Gebet ein Mittel ist, um Hilfe von Gott zu empfangen. Im Alltag können wir beten, wenn wir uns nach Führung, Trost oder Lösungen sehnen und darauf vertrauen, dass Gott unsere Gebete hört und beantwortet.
  3. Gottes Gegenwart: Das Heiligtum wird als Ort der Gegenwart Gottes dargestellt, an dem wir Schutz, Sicherheit und Trost finden können. Im Alltag können wir uns bewusst dafür entscheiden, uns in Gottes Gegenwart zu begeben, sei es durch Gebet, Meditation oder das Lesen der Bibel, und dort Frieden und Kraft zu finden.
  4. Barmherzigkeit und Fürsorge: Die Psalmen betonen Gottes Barmherzigkeit und Fürsorge für die Bedürftigen, Gefangenen und Einsamen. Im Alltag können wir uns von dieser Vorstellung inspirieren lassen, indem wir selbst barmherzig und fürsorglich gegenüber anderen sind und uns um diejenigen kümmern, die Hilfe benötigen.
  5. Glaubensgemeinschaft: Das Heiligtum wird oft als Ort der Gemeinschaft mit Gott und anderen Gläubigen dargestellt. Im Alltag können wir uns in unserer Glaubensgemeinschaft versammeln, um gemeinsam zu beten, zu ermutigen und einander beizustehen, und so die Hilfe und Zuflucht erfahren, die Gott durch seine Gemeinde bereitstellt.